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BeschreibungBearbeiten

Dies ist ein Rollenspiel, bei welchem sich die Teilnehmer immer abwechseln beim Schreiben der Geschichte. Sie bestimmen so selbst, was als nächstes passiert, doch gleichzeitig können sie von den anderen einen überraschenden Handlungsstrang entdecken, welcher ihnen vielleicht nicht eingefallen wäre.

Handlung: Die Hauptperson (Ich-Perspektive) wohnt in Bátviðir auf dem Großen Land. Über die Person ist bis jetzt noch nicht viel bekannt, da die Idee ist, dass sie von den Teilnehmern immer weiterentwickelt werden kann. Man weiss nur, dass sie eine kleine Schwester hat, welche verschwunden ist. Für den Hauptcharakter ist klar, dass irgendetwas nicht stimmen kann, denn in Bátviðir scheint es niemand verdächtig zu finden, dass sie einfach verschwunden ist, obwohl dies vorher noch nie passiert ist. So macht sich die Hauptperson auf die Suche nach der kleinen Schwester und wird viele Abenteuer erleben und verschiedene Orte entdecken.

Teilnehmer: Saly Hentebag, Astrid Hofferson0001, Schattenstürmer, Geiler Drachen Fan und Zacktory-Skrill

Das verlassene Dorf (Saly Hentebag) Bearbeiten

Der Wind fegt mir ins Gesicht und treibt mir fast die Tränen in die Augen, so schnell lasse ich meinen Drachen fliegen. Doch ich kann es nicht riskieren weitere Stunden vergehen zu lassen. Jede Minute könnte entscheidend sein. Noch immer kocht die Wut in mir, dass niemand außer mir es für nötig hält etwas zu unternehmen. Gleichzeitig stiehlt sich jedoch auch immer mehr Sorge und Angst dazu. Was, wenn ihr wirklich etwas geschehen ist? Ich muss sie finden! Das grösste Problem ist, dass sie mit ihrem Drachen schon meilenweit davongeflogen sein könnte und es würde Ewigkeiten dauern, bis ich auch nur eine Spur von ihr finden würde. Mein einziger Anhaltspunkt ist das verlassene Dorf. Seit sie von diesem Ort erfahren hat, konnte sie nicht mehr aufhören darüber nachzudenken, las jedes Buch, welches sie dazu finden konnte und fragte alle älteren Dorfbewohner nach Geschichten über diesen sagenumwobenen Ort. Ich kann nur hoffen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe und nicht komplett in die falsche Richtung fliege.
Kurz darauf landet mein Drache mit etwas Abstand zum verlassenen Dorf und ich steige von seinem Rücken. Ich blicke mich zuerst um, entdecke jedoch nichts Besonderes. Irgendwie habe ich aber trotzdem ein komisches Gefühl, welches ich mir nicht erklären kann. Ach, das bilde ich mir sicher nur ein, wegen den vielen Gruselgeschichten, die ich als Kind über das verlassene Dorf gehört habe. Entschlossen gehe ich auf den Ort zu. Kurz bevor ich die eingefallene Dorfmauer durchqueren will, höre ich ein ängstliches Knurren hinter mir. Ich drehe mich um und blicke meinen Drachen an, welcher seine Zähne fletscht und ängstlich in die Richtung blickt, in welche ich gerade zu gehen gedenke. Ich versuche ihn mit sanften Worten zu beruhigen und ihn dazu zu bewegen, mir zu folgen. Leider funktioniert es nicht. Mein Drache lässt sich keinen Schritt näher auf das Dorf zubewegen, sondern wehrt sich stur gegen mein Ziehen. So gebe ich es nach einer Weile auf, verabschiede mich von ihm und betrete, jetzt noch mit einem schlechteren Gefühl, den verwunschenen Ort.
Kaum habe ich die Mauerruine hinter mir gelassen, verschlägt es mir den Atem. Der Anblick, welcher sich vor mir erstreckt, entspricht überhaupt nicht meinen Erwartungen. Ich bin davon ausgegangen, dass das Dorf tot ist und nur noch aus verfallenen Häusern und verdorrten Pflanzen besteht, doch dem ist nicht so. Die Ruinen der alten Häuser sind verwachsen mit verschiedensten Pflanzen, überall sind Bäume und Büsche erblüht und Vögel und Insekten fliegen zwischen den vielen Blumen umher. Hier hat sich die Natur zurückgeholt, was ihr einst genommen wurde. Langsam gehe ich zwischen den ersten Häusern hindurch und fühle mich wie ein Eindringling in dieser fremden Welt. Ich steige über die Wurzeln einer riesigen Kastanie, welche sich aus der Erde erhebt und über mir aufragt, wie ein Wächter dieses Ortes. Ehrfürchtig gehe ich unter ihr hindurch und blicke mich nach Hinweisen um, welche mir verraten könnten, wo sich meine Schwester befindet.
Von weitem sehe ich etwas am Boden, was das Licht der Sonne reflektiert. Ich gehe näher und erkenne, dass es sich um ein Amulett handelt, auf welchem mir unbekannte Zeichen eingraviert sind. Vorsichtig hebe ich es auf und betrachte es genau. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Schwester je ein solches Schmuckstück besessen hat, doch vielleicht kann es mir trotzdem weiterhelfen. Als ich mich gerade wieder umdrehen will, bemerke ich, dass in der Mauer des Hauses direkt vor mir eine Tür befindet, welche fast mit dem Rest des Hauses verschmilzt. Während ich sie genauer betrachte, fällt mir auf, dass das Moos an den Fugen zerdrückt und zum Teil abgerissen ist. Diese Tür muss vor Kurzem geöffnet und wieder geschlossen worden sein. Für mich ist sofort klar, dass ich somit ebenfalls in dieses Haus gehen werde. Ich greife nach dem als Stein getarnten Türknopf und ziehe daran. Langsam und lautlos schwingt die Tür auf und lässt mich ins dunkle Innere des Hauses blicken. Ich lasse das Amulett in meine Tasche gleiten, entzünde die Fackel, welche direkt neben mir an der Wand hängt und schließe die Tür wieder hinter mir. Dann laufe ich los ins Unbekannte. Die Fackel wirft ihr flackerndes Licht an die steinernen Wände und weist mir den Weg. Nach kurzer Zeit erreiche ich eine Weggabelung. Zum einen führt eine Treppe tiefer in den Boden, zum anderen könnte ich weiter geradeaus. Doch welchen Weg soll ich nehmen?

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