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Ozeanwind ist Lara Odinsons Drache. Die junge Wikingerin war im Alter von fünf Jahren neidisch auf ihren Bruder, weil er einen Drachen hatte, und sie nicht. Zur Beruhigung ging sie dann immer im Meer schwimmen. Eines Tages sah sie einen bewegungslosen Schatten auf dem Meeresgrund. Lara tauchte danach und zog einen schwach atmenden Glutkessel an Land. Mit Hilfe ihrer Mutter konnte Lara Ozeanwind gesund pflegen, und sie wurde ihr Drache.

GeschichteBearbeiten

Ozeanwind wuchs mit ihren Eltern und anderen Glutkesseln in den Gewässern des Ostmeeres auf. Der Schwarm zog durch die Unterwasserwelten, durchquerte Riffe und ging hin und wieder bei einer der zahlreichen Inseln an Land. In dieser Zeit lernte Ozeanwind viel über das Meer, die Jagd auf Fische und andere Drachen und die Gefahren der Welt außerhalb des Wassers. Ihre Mutter machte sich besonders Sorgen um Ozeanwind, da sie für ihr Alter relativ klein und schwach war. Deshalb bläute die Mutter Ozeanwind immer wieder ein, dass sie nicht an Land gehen sollte, da sie sonst schnell austrocknen und den Kreaturen des Landes ein leichtes Opfer sein würde.

Ein halbes Jahr nach ihrem Schlüpfen zog Ozeanwinds Schwarm gerade durch die Gewässer nahe Mingards, als ein schwerer Sturm aufkam. Der Sturm fegte über das Wasser und peitschte das Meer auf. Der Schwarm schwamm nur knapp unter der Oberfläche und so wurde auch er von den Wirbeln getroffen. Die meisten Glutkessel tauchten sofort nach unten, darunter auch Ozeanwinds Familie. Ihre Mutter rief Ozeanwind noch zu, sie solle ihnen folgen, doch Ozeanwind war zu schwach, um gegen das wirbelnde Wasser anzukämpfen. Die Wellen warfen sie immer wieder herum und so sehr Ozeanwind sich auch anstrengte, kam sie nicht zu den anderen durch. In diesem Chaos wurde sie von ihrer Familie und den anderen Glutkesseln getrennt und irgendwann verlor sie das Bewusstsein.

Als Ozeanwind wieder zu sich kam, spürte sie nassen Sand unter sich und sanfte Wogen, die ihren Körper umspülten. Sie war vor das Ufer einer ihr unbekannten Insel geschwemmt worden. Der Strand lag nur wenige Meter von ihr entfernt, doch sie erinnerte sich daran, was ihre Mutter ihr früher immer gesagt hatte, und blieb im Wasser. An Land zu gehen und nachzusehen, wo sie war, traute sie sich nicht. Aber der Sturm hatte noch schwächer gemacht und sie spürte, dass sie verletzt war. So trieb sie hilflos einige Stunden im Wasser herum und bewegte sich nicht. Das Bewusstsein schwand ihr immer mehr und sie drohte, ins tiefe Wasser abzurutschen. Sie wusste aus irgendeinem Grund, dass das ihr Ende wäre.

Irgendwann tauchte ein Schatten über Ozeanwind auf, der immer näher kam. Sie sah gerade noch, wie Hände nach ihr griffen, dann wurde sie wieder ohnmächtig. Die Hände, die Ozeanwind gesehen hatte, gehörten zu Lara Odinson, einem Wikingermädchen und Tochter des Häuptlings von Mingard. Sie war in den Gewässern um Mingard schwimmen gegangen, um sich von der Tatsache zu beruhigen, dass ihr Bruder einen Drachen besaß und sie nicht. Als sie Ozeanwind so geschwächt fand, brachte sie den Glutkessel sofort in das Drachen-Hospital des Dorfes, wo Ozeanwind in mühevoller Arbeit gesund gepflegt wurde.

Als Ozeanwind endlich wieder erwachte, war sie Lara so dankbar, dass sie bei ihr blieb. Ihre Familie vermisste sie zwar noch, doch irgendwann kam sie über den Trennungsschmerz hinweg. Ozeanwind lebte seitdem auf Mingard, freundete sich mit Nicka und einigen anderen Drachen an und wurde Teil des Clans der Ergänzung. Aus dem kleinen, schwächlichen Schlüpfling wurde ein sanftmütiger, hilfsbereiter Drache, dessen Größe die meisten seiner Art sogar übertraf.

TriviaBearbeiten

  • Ursprünglich sollten Nicka und Ozeanwind die Persönlichkeit des jeweils anderen erhalten. Nicka war also ursprünglich die sanftmütige und Ozeanwind die humorvoll-ironische Drachendame. Da die Serie "Nicka" allerdings aus der Perspektive der gleichnamigen Drachin geschrieben ist und hier ein humorvoller Ton vorherrschen soll, wurden die Persönlichkeiten getauscht.
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