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=== <u>Der nächste Tag:</u> ===
 
=== <u>Der nächste Tag:</u> ===
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fragte ich mich, wieso ich eigentlich auf diesem Ast lag. Und dann fiel mir alles wieder ein. Was nun? Ich war hungrig und Durst hatte ich auch. Also raffte ich mich auf und flog zu dem kleinen Teich, an dem Mutter immer gejagt hatte. Vorsichtig näherte ich mich dem Wasser und trank ein wenig. Dann legte ich mich flach auf den Boden und wartete. Endlich! Da war ein Fisch! Sofort sprang ich an die Stelle, an der Fisch war, doch ich verfehlte ihn. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Lachen. Abrupt drehte ich mich um. Dort stand ein anderer Drache, aber was für einer nur. Er hatte einen ovalen Kopf und große Schwanzflossen. Seine lilanen Augen waren ziemlich groß. Seine Schuppen waren fast überall weiß. Nur seine Pfoten und seine Ohren waren schwarz. "Wieso lachst du mich aus? Und was für ein Drache bist du?", fragte ich ihn. Der Fremde zuckte mit den Ohren und antwortete:" Ich bin eine Tag-Nacht. Meine Art ist sehr selten, kleiner Feuerschweif. Darum hast du wahrscheinlich noch nie jemanden wie mich gesehen. Und gelacht habe ich, weil du den selben Fehler wie alle Jungen gemacht hast: Du bist dorthin gesprungen, wo du den Fisch gesehen hast. Du musst aber dorthin springen, wo er wahrscheinlich sein wird, wenn du im Wasser ankommst." Erstaunt blickte ich ihn an und sagte:" Oh. Das wusste ich nicht. Niemand hat mir bisher beigebracht, wie man jagt. Ich heiße übrigens Lavendelfeuer. Wie heißt du?" Das Tag-Nacht-Männchen kam langsam näher und erwiderte:" Ich heiße Schattenbomber. Was machst du hier eigentlich? Bist du von zu Hause weggelaufen? Geh wieder nach Hause, Lavendelfeuer." "Ich.... Ich kann nicht. Meine Familie wurde von Flachgesichtern gefangen und.... und nun bin ich allein.", schluchzte ich. Schattenbomber sah mich mitleidig an und sprach:" Oh... Das tut mir leid. Du meinst wahrscheinlich Menschen. Komm mit! Du kannst bei mir bleiben, bis du auf deinen eigenen Beinen stehen kannst." Vorsichtig kam Schattenbomber nun nich näher und stupste mich an. Ich ließ es zu und schmiegte mich an ihn. "Danke. Wieso machen diese 'Menschen' so etwas?", flüsterte ich. Schattenbomber seufzte und sagte dann:" Manche von uns fangen sie, damit sie unsere Haut verkaufen und unser Fleisch essen können. Andere von uns werden dazu dressiert, für sie zu arbeiten. Und wieder andere müssen für sie gegeneinander kämpfen, um sie zu belustigen. Sie haben in letzter Zeit viele Feuerschweife eingefangen. Ich denke nicht, dass deine Familie tot ist. Die Menschen reiten nämlich auf Drachen, wie euch." Ich schaute ihn glücklich an und sagte:" Menschen sind schrecklich. Aber was werden sie mit meiner Familie machen, wenn sie sich nicht reiten lassen?" "Hm. Menschen sind in der Tat keine angenehmen Zeitgenossen. Aber du solltest lieber hoffen, dass deine Familie kooperiert.", antwortete er mir. Dann löste er sich von mir und bedeutete mir ihm zu folgen und flog los. Sofort flog ich hinterher und versuchte so schnell zu sein wie er, doch ich schaffte es einfach nicht. Schattenbomber bemerkte, dass er zu schnell war und verlangsamte daher sein Tempo. Wir flogen nun direkt nebeneinander. "Wo bringst du mich hin?", fragte ich Schattenbomber. "In meine Höhle. Wir sind gleich da. Da vorne: Siehst du die Spalte? Da müssen wir durchfliegen.", antwortete er mir. Tatsächlich: In dem riesigen Berg war eine Felsspalte. Geschickt flog ich hindurch, gefolgt von Schattenbomber. Wir flogen durch einen kurzen Tunnel und landeten dann in einer geräumigen Höhle. In einer Ecke lagen Fischvorräte und an einer Wand und auf dem Boden war Ruß zu sehen. Schattenbomber holte ein wenig von seinem Vorrat und legte mir die Fische hin. "Danke!", sagte ich, während ich schon zu fressen begann. "Ach, alles gut.", antwortete Schattenbomber und grinste. Dann ging er zu der Stelle mit den Brandspuren, entzündete dort ein Feuer und legte sich darauf. Deshalb war der Boden dort schwarz. Das war seine Schlafstelle, die er natürlich erhitzte! Nachdem ich fertig gefressen hatte, legte ich mich satt neben ihn und schlief sofort ein. Nun hatte ich doch einen Vater!
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Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fragte ich mich, wieso ich eigentlich auf diesem Ast lag. Und dann fiel mir alles wieder ein. Was nun? Ich war hungrig und Durst hatte ich auch. Also raffte ich mich auf und flog zu dem kleinen Teich, an dem Mutter immer gejagt hatte. Vorsichtig näherte ich mich dem Wasser und trank ein wenig. Dann legte ich mich flach auf den Boden und wartete. Endlich! Da war ein Fisch! Sofort sprang ich an die Stelle, an der Fisch war, doch ich verfehlte ihn. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Lachen. Abrupt drehte ich mich um. Dort stand ein anderer Drache, aber was für einer nur.
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Er hatte einen ovalen Kopf und große Schwanzflossen. Seine lilanen Augen waren ziemlich groß. Seine Schuppen waren fast überall weiß. Nur seine Pfoten und seine Ohren waren schwarz. "Wieso lachst du mich aus? Und was für ein Drache bist du?", fragte ich ihn. Der Fremde zuckte mit den Ohren und antwortete:" Ich bin eine Tag-Nacht. Meine Art ist sehr selten, kleiner Feuerschweif. Darum hast du wahrscheinlich noch nie jemanden wie mich gesehen. Und gelacht habe ich, weil du den selben Fehler wie alle Jungen gemacht hast: Du bist dorthin gesprungen, wo du den Fisch gesehen hast. Du musst aber dorthin springen, wo er wahrscheinlich sein wird, wenn du im Wasser ankommst." Erstaunt blickte ich ihn an und sagte:" Oh. Das wusste ich nicht. Niemand hat mir bisher beigebracht, wie man jagt. Ich heiße übrigens Lavendelfeuer. Wie heißt du?" Das Tag-Nacht-Männchen kam langsam näher und erwiderte:" Ich heiße Schattenbomber. Was machst du hier eigentlich? Bist du von zu Hause weggelaufen? Geh wieder nach Hause, Lavendelfeuer." "Ich.... Ich kann nicht. Meine Familie wurde von Flachgesichtern gefangen und.... und nun bin ich allein.", schluchzte ich. Schattenbomber sah mich mitleidig an und sprach:" Oh... Das tut mir leid. Du meinst wahrscheinlich Menschen. Komm mit! Du kannst bei mir bleiben, bis du auf deinen eigenen Beinen stehen kannst." Vorsichtig kam Schattenbomber nun nich näher und stupste mich an. Ich ließ es zu und schmiegte mich an ihn. "Danke. Wieso machen diese 'Menschen' so etwas?", flüsterte ich. Schattenbomber seufzte und sagte dann:" Manche von uns fangen sie, damit sie unsere Haut verkaufen und unser Fleisch essen können. Andere von uns werden dazu dressiert, für sie zu arbeiten. Und wieder andere müssen für sie gegeneinander kämpfen, um sie zu belustigen. Sie haben in letzter Zeit viele Feuerschweife eingefangen. Ich denke nicht, dass deine Familie tot ist. Die Menschen reiten nämlich auf Drachen, wie euch." Ich schaute ihn glücklich an und sagte:" Menschen sind schrecklich. Aber was werden sie mit meiner Familie machen, wenn sie sich nicht reiten lassen?" "Hm. Menschen sind in der Tat keine angenehmen Zeitgenossen. Aber du solltest lieber hoffen, dass deine Familie kooperiert.", antwortete er mir. Dann löste er sich von mir und bedeutete mir ihm zu folgen und flog los. Sofort flog ich hinterher und versuchte so schnell zu sein wie er, doch ich schaffte es einfach nicht. Schattenbomber bemerkte, dass er zu schnell war und verlangsamte daher sein Tempo. Wir flogen nun direkt nebeneinander. "Wo bringst du mich hin?", fragte ich Schattenbomber. "In meine Höhle. Wir sind gleich da. Da vorne: Siehst du die Spalte? Da müssen wir durchfliegen.", antwortete er mir. Tatsächlich: In dem riesigen Berg war eine Felsspalte. Geschickt flog ich hindurch, gefolgt von Schattenbomber. Wir flogen durch einen kurzen Tunnel und landeten dann in einer geräumigen Höhle. In einer Ecke lagen Fischvorräte und an einer Wand und auf dem Boden war Ruß zu sehen. Schattenbomber holte ein wenig von seinem Vorrat und legte mir die Fische hin. "Danke!", sagte ich, während ich schon zu fressen begann. "Ach, alles gut.", antwortete Schattenbomber und grinste. Dann ging er zu der Stelle mit den Brandspuren, entzündete dort ein Feuer und legte sich darauf. Deshalb war der Boden dort schwarz. Das war seine Schlafstelle, die er natürlich erhitzte! Nachdem ich fertig gefressen hatte, legte ich mich satt neben ihn und schlief sofort ein. Nun hatte ich doch einen Vater!
   
 
=== <u>Kindheit und Jugend bei Schattenbomber:</u> ===
 
=== <u>Kindheit und Jugend bei Schattenbomber:</u> ===

Version vom 12. Dezember 2019, 13:26 Uhr

Lavendelfeuer ist weiblicher Feuerschweif, deren Familie von Drachenjägern gefangen worden ist.

Charakter

Lavendelfeuer ist äußerst aggressiv und lässt sich oft zu leicht provozieren. Wenn sie jemanden jedoch mag, beschützt sie diesen und ist auch sehr hilfsbereit. Allerdings ist es sehr schwer, ihr Vertrauen zu erlangen, da sie immer misstrauisch ist.

Aussehen

Sie ist lila und hat einen roten Aalstrich. Außerdem ist auf jedem ihrer Flügel ein besonderes Muster, das, wenn sie wütend ist, rot glüht.

Geschichte

Am Anfang:

Ich fühlte mich eingesperrt. Immer wieder hämmerte ich gegen die Eierschale, die mich nun schon so lange umgab, doch sie wollte einfach nicht nachgeben. Endlich! Ich kullerte aus meinem Ei in ein weiches Nest. Doch ich war nicht alleine. Neben mir lagen zwei weitere Feuerschweif-Babys, eindeutig Männchen. Eines der beiden war grün und hatte am rechten Auge einen orangen Fleck, das andere war ebenfalls grün, hatte seinen orangen Fleck aber am linken Auge. Erst jetzt bemerkte ich ihre irritierten Blicke. "Was ist los?", fragte ich sie. Einer der beiden antwortete:" Du bist nicht grün, so wie wir, sondern lila und das ist komisch." Nun bemerkte ich auch, dass ich anstatt grün lila war und einen roten Aalstrich vom Nacken bis zum Schwanzende hatte. "Hm. Du hast recht, aber das ist doch nicht schlimm.", erwiderte ich. "Natürlich ist das nicht schlimm.", antwortete mir plötzlich eine weiche Stimme. Als ich nach oben blickte, sah ich ein oranges Feuerschweifweibchen, mit einem roten Streifenmuster. Das musste meine Mutter sein. Plötzlich sagte mein Bruder, dessen linkes Auge orange war:" Aber Mama! Sie ist abartig und eindeutig nicht ganz normal!" Wütend knurrte ich. Meine Mutter wollte mich gerade verteidigen, als sie mich überrascht anschaute und auch meine Brüder wichen zurück. Erstaunt erkannte ich den Grund: Auf jedem meiner Flügel war nun ein rot glühendes Muster erschienen. "Mama? Was ist mit ihr?", fragten meine Brüder verunsichert und auch ich schaute meine Mutter fragend an. "Hm.... Das konnte euer Vater auch. Immer, wenn er wütend war, haben seine Pfoten plötzlich rot geglüht.", erklärte Mama. "Ist das normal?....", fragte ich. "Es ist besonders, aber eher im positiven Sinn.", antwortete Mama. "Wie soll unsere Schwester heißen?", fragte einer meiner Brüder. "Meine Kleine, ich nenne dich Lavendelfeuer. Das ist ab sofort dein Name. Und das sind deine Brüder, Feuer und Flamme.", sprach meine Mutter leicht feierlich.

Der Tag, den ich nie vergessen werde:

Ich spielte gerade mit meinen Brüdern, als Mama mit einer blutenden Wunde an ihrer linken Flanke angelaufen kam und uns zurief:" Los! Versteckt euch!" "Aber Mama, warum denn? Und was ist mit deinem Bein?", fragte ich verunsichert. "Hm. Mein Bein kann euch egal sein. Und jetzt los! Versteckt euch auf den Bäumen!", antwortete Mutter panisch. Gehorsam, doch auch irritiert, kletterte ich auf einen Nadelbaum und versteckte mich zwischen den Ästen. Ich schaute nach unten und erschrak: Ausgerechnet jetzt mussten meine Brüder mit Mutter streiten. "Kommt hier hoch!", rief ich meiner Familie zu, doch sie hörten mich nicht. Plötzlich schoss ein Pfeil auf Mutter zu und grub sich in ihre rechte Schulter. Schmerzerfüllt brüllte sie auf, doch dann wankte sie, verdrehte ihre Augen und brach bewusstlos zusammen. Tränen kamen mir in die Augen. Sie war doch nicht etwa tot?! Meine Brüder wussten nicht, was sie nun machen sollten und flogen in unterschiedliche Richtungen davon. Auf einmal erschienen zwischen den Bäumen zweibeinige Wesen mit Stöcken, aus denen sie dieselben Pfeile schossen, wie der, der meine Mutter erwischt hatte. Ich musste hilflos mitansehen, wie einige dieser eigenartigen Flachgesichter Flamme abschossen und mit einem Netz auffingen und darin einwickelten, während andere Mama fesselten und auf einen Karren hieften. Die Stimmen der Flachgesichter klangen schrill und waren für mich nicht zu entziffern, doch mir war klar, was sie wollten: Sie wollten auch Feuer fangen! "Soll ich kämpfen? Aber dann erwischen sie mich am Ende auch noch!", überlegte ich. Schließlich entschied ich mich dazu, in meinem Versteck zu bleiben. Ich konnte erkennen, dass manche Flachgesichter in die Richtung liefen, in die auch Feuer geflogen war. Gleichzeitig zogen andere Flachgesichter die Karren, auf denen meine Mutter und Flamme lagen, fort. Nein! Noch mehr Tränen kamen mir nun hoch. Dann hörte ich einen erstickten Schrei, der hundertprozentig von Feuer kam. Danach herrschte Stille. Ich hörte nur noch immer wieder das Quietschen, das die Räder der Flachgesichterkarren erzeugten, doch auch das entfernte sich immer mehr, bis es verstummte. Ich schluchzte laut und begann zu rufen:" Mama! Flamme! Feuer! Mama! Flamme! Feu.....", bis ich nicht mehr konnte und nochmal schluchzte. Was sollte ich nun tun? Meine Familie war von Drachenjägern entführt worden und meinen Vater kannte ich nicht. Ich erkannte, dass es schon Abend geworden war und die Dämmerung hereinbrach. Sonst hätten meine Brüder und ich nun darum gebettelt, noch länger wach bleiben zu dürfen, doch so etwas würde es nie mehr geben.... Ich rollte mich schließlich auf dem Ast zusammen und schlief weinend ein.

Der nächste Tag:

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fragte ich mich, wieso ich eigentlich auf diesem Ast lag. Und dann fiel mir alles wieder ein. Was nun? Ich war hungrig und Durst hatte ich auch. Also raffte ich mich auf und flog zu dem kleinen Teich, an dem Mutter immer gejagt hatte. Vorsichtig näherte ich mich dem Wasser und trank ein wenig. Dann legte ich mich flach auf den Boden und wartete. Endlich! Da war ein Fisch! Sofort sprang ich an die Stelle, an der Fisch war, doch ich verfehlte ihn. Plötzlich hörte ich hinter mir ein Lachen. Abrupt drehte ich mich um. Dort stand ein anderer Drache, aber was für einer nur.

Screenshot 20191207-132116~2

Er hatte einen ovalen Kopf und große Schwanzflossen. Seine lilanen Augen waren ziemlich groß. Seine Schuppen waren fast überall weiß. Nur seine Pfoten und seine Ohren waren schwarz. "Wieso lachst du mich aus? Und was für ein Drache bist du?", fragte ich ihn. Der Fremde zuckte mit den Ohren und antwortete:" Ich bin eine Tag-Nacht. Meine Art ist sehr selten, kleiner Feuerschweif. Darum hast du wahrscheinlich noch nie jemanden wie mich gesehen. Und gelacht habe ich, weil du den selben Fehler wie alle Jungen gemacht hast: Du bist dorthin gesprungen, wo du den Fisch gesehen hast. Du musst aber dorthin springen, wo er wahrscheinlich sein wird, wenn du im Wasser ankommst." Erstaunt blickte ich ihn an und sagte:" Oh. Das wusste ich nicht. Niemand hat mir bisher beigebracht, wie man jagt. Ich heiße übrigens Lavendelfeuer. Wie heißt du?" Das Tag-Nacht-Männchen kam langsam näher und erwiderte:" Ich heiße Schattenbomber. Was machst du hier eigentlich? Bist du von zu Hause weggelaufen? Geh wieder nach Hause, Lavendelfeuer." "Ich.... Ich kann nicht. Meine Familie wurde von Flachgesichtern gefangen und.... und nun bin ich allein.", schluchzte ich. Schattenbomber sah mich mitleidig an und sprach:" Oh... Das tut mir leid. Du meinst wahrscheinlich Menschen. Komm mit! Du kannst bei mir bleiben, bis du auf deinen eigenen Beinen stehen kannst." Vorsichtig kam Schattenbomber nun nich näher und stupste mich an. Ich ließ es zu und schmiegte mich an ihn. "Danke. Wieso machen diese 'Menschen' so etwas?", flüsterte ich. Schattenbomber seufzte und sagte dann:" Manche von uns fangen sie, damit sie unsere Haut verkaufen und unser Fleisch essen können. Andere von uns werden dazu dressiert, für sie zu arbeiten. Und wieder andere müssen für sie gegeneinander kämpfen, um sie zu belustigen. Sie haben in letzter Zeit viele Feuerschweife eingefangen. Ich denke nicht, dass deine Familie tot ist. Die Menschen reiten nämlich auf Drachen, wie euch." Ich schaute ihn glücklich an und sagte:" Menschen sind schrecklich. Aber was werden sie mit meiner Familie machen, wenn sie sich nicht reiten lassen?" "Hm. Menschen sind in der Tat keine angenehmen Zeitgenossen. Aber du solltest lieber hoffen, dass deine Familie kooperiert.", antwortete er mir. Dann löste er sich von mir und bedeutete mir ihm zu folgen und flog los. Sofort flog ich hinterher und versuchte so schnell zu sein wie er, doch ich schaffte es einfach nicht. Schattenbomber bemerkte, dass er zu schnell war und verlangsamte daher sein Tempo. Wir flogen nun direkt nebeneinander. "Wo bringst du mich hin?", fragte ich Schattenbomber. "In meine Höhle. Wir sind gleich da. Da vorne: Siehst du die Spalte? Da müssen wir durchfliegen.", antwortete er mir. Tatsächlich: In dem riesigen Berg war eine Felsspalte. Geschickt flog ich hindurch, gefolgt von Schattenbomber. Wir flogen durch einen kurzen Tunnel und landeten dann in einer geräumigen Höhle. In einer Ecke lagen Fischvorräte und an einer Wand und auf dem Boden war Ruß zu sehen. Schattenbomber holte ein wenig von seinem Vorrat und legte mir die Fische hin. "Danke!", sagte ich, während ich schon zu fressen begann. "Ach, alles gut.", antwortete Schattenbomber und grinste. Dann ging er zu der Stelle mit den Brandspuren, entzündete dort ein Feuer und legte sich darauf. Deshalb war der Boden dort schwarz. Das war seine Schlafstelle, die er natürlich erhitzte! Nachdem ich fertig gefressen hatte, legte ich mich satt neben ihn und schlief sofort ein. Nun hatte ich doch einen Vater!

Kindheit und Jugend bei Schattenbomber:

Am nächsten Morgen weckte mich Schattenbomber und gab mir etwas zu fressen. "Komm mit! Ich will dir zeigen, wie man richtig fischt.", sagte er mir und flog los. Begeistert folgte ich ihm zu dem Teich, an dem ich ihn gestern getroffen hatte. "Pssst. Sei leise und verschrecke die Fische nicht. Schau mir erstmal nur zu.", flüsterte er. Dann legte er sich flach auf den Boden und wartete. Wo blieben die Fische? Da! Schattenbomber sprang ins Wasser. Zuerst dachte ich, er würde den Fisch sowieso verfehlen, aber erstaunlicherweise tauchte er genau an der Stelle ins Wasser ein, zu der auch der Fisch schwamm. Als mein Adoptivvater wieder aus dem Wasser kam, trug er einen großen, zappelnden Lachs im Maul.

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