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Fafnir ist Eriks einziger Drache und fürchtet sich - wie sein Reiter - vor Riesenhaften Albträumen. Erik fand ihn im Wald und gewann schnell sein Vertrauen. Als Fafnirs Reiter eines Tages zusammen mit seinem Drachen im Wald auf einen wilden Riesenhaften Albtraum traf, überwanden sie beide ihre Angst, besiegten den Albtraum, und Fafnir erreichte seine Titanform.

Geschichte

Fafnirs Kindheit

Fafnirs ursprüngliche Heimat war ein kleiner Hain oberhalb hoher Klippen. Dieser lag an der Südküste des Landes östlich der großen Steppe und war ein Ort der Geborgenheit und des Schutzes. Fafnir lebte dort mit seiner Mutter und seinen Geschwistern: zwei älteren Brüdern, einer älteren Schwester und einer jüngeren Schwestern, mit der sich Fafnir am meisten verbunden fühlte. Fafnirs Vater hatte kurz nach dem Schlüpfen seiner jüngsten Tochter mit fischenden Wikingern Wege gekreuzt und war von den panischen Männern aus dem Himmel geschossen worden. Seitdem sorgten sich vor allem Fafnirs ältere Brüder um das Wohl der Familie, während Fafnir auf seinen kindlichen Erkundungszügen durch den Hain striff.

Der Überfall

Als Fafnir eines Abends von einem Streifzug mit seiner jüngeren Schwester zurückgehrte - nach der Zeitrechnung der Wikinger war es der Herbst des Jahres 475 NAD -, sah er einen hellen Schein über dem Nistplatz seiner Familie auflodern. Fafnir und seine Schwester schlichen sich näher an den Platz heran und kauerten sich nur wenige Schritte von der Lichtung entfernt in ein Gebüsch. Was Fafnir dort sah, brannte sich ihm ins Gedächtnis und die Klauen dieser Erinnerung ließen in lange Zeit nicht los.

Fafnirs Fluch

Fafnirs Fluch, der Mörder seiner Familie

Vor der Sonne, die blutrot im Westen herabsank, loderten hohe Flammen von den Bäumen und dem auf, was vom Nest übrig geblieben war. Inmitten des Infernos hockte ein Riesenhafter Albtraum über etwas selstsam Geformten. Erst als er genauer hinsah, erkannte Fafnir, dass es der Körper seiner toten Mutter war. Fafnir schrie auf und nur einem Zufall war es zu verdanken, dass der Albtraum ihn nicht entdeckte. Denn in diesem Moment stürzten sich mit lautem Gebrüll Fafnirs Brüder auf den Mörder ihrer Mutter. Sie verwickelten ihn in einen verbitterten Kampf, dem Fafnir und seine Schwester reglos zusahen.

Zuerst sah es so aus, als würden die beiden jungen Drachen die Oberhand gewinnen. Sie schlugen dem Feind tiefe Wunden mit ihren Klauen und Stacheln und rissen dessen Schuppen auf. Der Albtraum brüllte laut auf und verschwand im Wald. Fafnir glaubte, er würde sich zurückziehen, und diese Ansicht teilten auch seine Brüder. Sie jagten dem Mörder ins Unterholz nach und eine Zeit lang herrschte auf der Lichtung Stille. Fafnir und seine Schwester hörten nur noch das Prasseln des zerstörerischen Feuers, dennoch wagten sie sich nicht aus ihrem Versteck heraus. Diese Entscheidung sollte ihnen das Leben retten, denn nur wenige Flügelschläge später, durchbrach der Albtraum das Blätterdach, mit etwas in seinen Klauen. Fafnir erkannte, dass es seine verwundete ältere Schwester war. Der Albtraum riss sie mit sich, flog über die Klippen und ließ sie dann fallen. Die Brüder, die ihm dicht auf den Fersen waren, tauschten einen kurzen Blick, dann stürzte der eine seiner Schwester in die Tiefe nach, während der andere den Kampf erneut aufnahm. Allein konnte er dem Albtraum jedoch nicht lange standhalten und schon bald klafften in seinem Körper tödliche Wunden. Fafnirs Bruder sank nahe bei ihrem Versteck zu Boden und Fafnir konnte hören, wie er seine letzten Atemzüge tat. Kurz bevor er starb, sah der ältere Bruder Fafnir und seine Schwester und hauchte: "Flieht!"

Die jüngere Schwester wollte schon aufspringen und Hals über Kopf die Flucht ergreifen, doch in dem Moment überkam Fafnir eine grauenvolle Vorahnung. Er hielt seine Schwester zurück und mahnte sie, noch in ihrem Versteck zu bleiben. Die Warnung kam keine Sekunde zu, denn wenige Augenblicke später schoss der Riesenhafte Albtraum hinter der Klippe hervor, hinter der er verschwunden war. Seine Klauen waren vom Blut des anderen Bruders verschmiert. Er landete inmitten des Feuers und setzte sich auf seine Beute. Dort blieb er bis zum Abend und Fafnir und seine Schwester kauerten sich ängstlich in ihrem Versteck zusammen. Irgendwann schlief der Albtraum ein und Fafnir ergriff diese Chance. Er nahm seine Schwester mit sich und gemeinsam flohen sie, nun die einzigen Überlebenden ihrer Familie, nach Süden. Sie flogen die ganze Nacht hindurch und Fafnir erlaubte ihnen nicht eher anzuhalten, bis sie Dutzende Meilen zwischen sich und den Mörder ihrer Familie gebracht hatten. Im Morgengrauen landeten sie auf einer kleinen Insel und suchten in einer Höhle Zuflucht.

Auf der Flucht

Die nächsten Wochen verbrachten die Geschwister damit, von Insel zu Insel zu fliegen, immer von der Angst getrieben, der Albtraum könnte sie doch noch finden. Wochen wurden zu Monaten und schließlich zu anderthalb Jahren. Hin und wieder sahen Fafnir und seine Schwester die Silhoutte eines Riesenhaften Albtraums am Horizont und stets machten sie auf der Stelle kehrt, auch wenn sie dafür einen anstrengenden Flug über den Ozean in Kauf nehmen mussten. Erst anderthalb Jahre nach den schrecklichen Ereignissen wagte Fafnir langsam wieder, an seine Heimat zu denken. Doch die Furcht vor dem Riesenhaften Albtraum und allen anderen Drachen von dessen Art hatte sich ihm zu tief ins Herz gebrannt. So sehr er es sich auch wünschte, konnte er doch nicht an den Hain über der Klippe zurückkehren.

Mingard

Eines Tages, als Fafnir und seine Schwester sich gerade auf einem Flug von Insel zu Insel befanden, zog aus dem Osten ein schwerer Sturm auf. Die nächste Insel war noch weit entfernt und der Sturm erreichte Fafnir und seine Schwester, bevor sie einen sicheren Landeplatz finden konnten. Nur mit einiger Anstrengung gelang es ihnen, zusammenzubleiben und sich nicht aus den Augen zu verlieren. Doch der Sturm hatte den sonst so vorsichtigen Fafnir abgelenkt und so war der Riesenhafte Albtraum, der sich ihnen näherte, seinen wachsamen Blicken entgangen. Als er die Gefahr schließlich bemerkte, war es schon zu spät. Alle seine Befürchtungen wurden in diesem Moment war - denn es war nicht nur irgendein Albtraum, sondern der Mörder seiner Familie. Mitten im Zentrum des Sturms entbrannte ein Kampf zwischen den Geschwistern und dem Albtraum. Böen warfen sie hin und her und beide Seiten hatten Schwierigkeiten, den Gegner zu treffen. Nach einer langen und kräftezehrenden Auseinandersetzung, gingen die drei Drachen für einen Moment auf Abstand, um wieder zu Atem zu kommen. Da warf eine Windstoß Fafnirs Schwester nach vorne, direkt in die Klauen des Albtraums. Die Krallen rissen ihre Flügel auf und schreiend stürzte sie in die Tiefe. Im Fallen schlug sie mit ihren Hinterbeinen um sich und traf den Albtraum am Bauch. Eine blutige Wunde leuchtete dort auf und der Albtraum zog geschwächt den Rückzug an.

Fafnir sah ihm einen Moment lang nach, dann ging er in den Sturzflug über. Er jagte über das aufgepeitschte Meer und suchte nach der Stelle, an der seine Schwester abgestürzt sein musste. Stundenlang kreiste er vom Sturm umtost über der See, doch er konnte seine Schwester nirgendwo entdecken. Als das Unwetter endlich abflaute und der Himmel sich klärte, gab er von Hunger und Durst getrieben auf und flog die nächste Insel an. Mingard, wie die Menschen das Eiland nannten, bot ihm genügend Fische und Tiere zum Jagen und klares Wasser zum Trinken. In den folgenden Wochen nutzte Fafnir die Insel als Basis für die Suche nach seiner Schwester, die letztendlich erfolglos blieb.

Dafür fand Fafnir auf Mingard jemanden, nach dem er gar nicht gesucht hatte.

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