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Andre ist ein Wikinger, welcher aus einer wohlhabenden Familie stammt. Er lebt aber nicht gerne in diesem Reichtum und macht sich deshalb oft auf Reisen, um die Welt zu entdecken. Dabei schreibt er alles erlebte in sein Logbuch, welches er immer in einer Tasche am Gürtel bei sich trägt.

Reise des Jahres 481 NADBearbeiten

Logbuch Tag 1Bearbeiten

Heute Morgen als die Sonne aufging bin ich los gesegelt und habe meine Heimatinsel hinter mir gelassen. Ich lasse den Wind und die Wellen entscheiden, wohin ich fahre. Es ist bewölkt, doch trotzdem ist es schön warm. Ich komme gut voran. Ich bin vor ein paar Stunden an einigen Inseln vorbeigefahren, die ich schon erforscht habe und bin jetzt nur noch von Wasser umgeben. Ich bin sehr gespannt wohin es mich wehen wird. Die Nacht wird schon bald anbrechen, deshalb esse ich einen kleinen Teil meines Proviants und werde mich nachher hinlegen.

Logbuch Tag 7Bearbeiten

Ich bin nun schon eine Woche unterwegs und bis jetzt habe ich noch keine einzige Insel entdeckt. Überall um mich herum ist Meer und ich weiss auch nicht so genau wo ich bin. Ich glaube, dass der Wind mich zuerst nach Norden und dann in den Westen getrieben hat, doch sicher bin ich mir nicht. Heute bin ich noch kein Stück vorwärtsgekommen, denn es ist windstill. Ich hoffe ich erreiche bald Land, denn meine Vorräte sind schon zur Hälfte aufgebraucht. Ich kann jedoch nur warten bis der Wind wieder bläst.

Logbuch Tag 11Bearbeiten

Ich bin in den letzten Tagen wieder schneller vorwärtsgekommen, aber trotzdem ist immer noch keine Insel weit und breit. Seit zwei Tagen habe ich begonnen meine Vorräte mit Fischen, die ich unterwegs fange, zu vergrössern, doch trotzdem werden sie nur noch etwa eine Woche reichen. Es wird immer dunkler, aber nicht nur, weil es Nacht wird, sondern ich glaube auch ein Sturm kommt auf mich zu. Ich hoffe er wird mich umgehen, denn mein Schiff ist zwar gut, aber der Sturm könnte es beschädigen. Ich werde den morgigen Tag abwarten müssen, um es zu erfahren.

Logbuch Tag 12Bearbeiten

Meine Hoffnungen waren umsonst, denn der Himmel wird immer dunkler und die Gewitterwolken ziehen auf mich zu. Die Wellen werden schon unruhig und ich höre den Wind pfeifen. Ich nehme die Segel ein, damit sie nicht beschädigt werden. Alles was nicht irgendwo befestigt ist bringe ich, wenn es klein genug ist unter Deck, den Rest binde ich am Schiff an. Immer wieder wird der Himmel von Blitzen erhellt und der darauffolgende Donner kommt mit immer kürzeren Abständen. Mein Schiff wird von den Wellen herumgeworfen. Gewisse angebundene Gegenstände haben sich schon losgerissen und sind ins Meer gefallen. Ich kann nichts tun gegen diese Naturgewalt. Ich kralle mich am Masten fest und bitte Thor darum, diesen Sturm zu beenden.

Logbuch Tag 13Bearbeiten

Die ganze Nacht noch hat der Sturm gewütet, doch jetzt ist er endlich vorbei. Ich und mein Schiff sind heil davongekommen, doch Teile meiner Ausrüstung sind weg und mein Brot ist durchnässt und durch das Salzwasser nicht mehr länger essbar. Jetzt werden meine Vorräte noch weniger lange reichen. Ich werde sie gut einteilen müssen, denn ich weiss nicht wie lange es noch dauern wird, bis ich Land erreiche. Der Sturm hat sehr an meinen Kräften gezehrt, deshalb werde ich schlafen, obwohl es heller Tag ist.

Logbuch Tag 15Bearbeiten

Meine Vorräte gehen langsam dem Ende zu und ich sehe weit und breit kein Land. Meine Hoffnungen werden von Tag zu Tag schwächer. Ich weiss nicht, ob ich es noch schaffen werde. Die Sonne brennt vom Himmel, doch ich darf nicht zu viel trinken, sonst habe ich bald kein Trinkwasser mehr. Ich werde immer müder. Der Wind ist auch still. Ich schaue in jede Richtung, doch nirgends ist Land zu sehen. Wie lange wird es wohl noch dauern?

Logbuch Tag 16Bearbeiten

Ich bin erschöpft und habe fast kein Essen mehr. Ich angle zwar, aber es beissen fast keine Fische an, da ich auch keinen Köder benutzen kann. Ich weiss nicht ob ich diese Reise überleben werde. Ich verbringe den Tag mit Angeln und dösen. Plötzlich höre ich ein Krächzen. Ich sehe eine Möwe! Wo es Vögel gibt, gibt es auch Land! Ich bin gerettet! Ich werde mich einfach von diesem Tier leiten lassen.

Logbuch Tag 17Bearbeiten

Ich bin der Möwe die ganze Nacht nachgefahren. Am Anfang musste ich noch rudern, doch nach und nach kam der Wind zurück und trieb mich immer weiter dem Vogel hinterher. Heute Morgen entdeckte ich dann endlich die rettende Insel. Sie war sehr gross. Es gab einen riesigen Berg, grosse Wiesen und Wälder. Ich steuerte jedoch auf einen kleinen, ein bisschen abgelegenen Strand zu. Als ich auf der Insel ankam, war ich überglücklich und legte mich erschöpft in den Sand.

Logbuch Tag 18Bearbeiten

Heute habe ich mir eine geeignete Stelle gesucht, um mein Lager auf zu schlagen. Ich entschied mich für ein, zwischen Schilf und Felsen, verstecktes Plätzchen, doch das wäre gar nicht so nötig gewesen, da der Strand sowieso schon abgelegen, klein und unauffällig war. Als ich damit fertig war, holte ich mein Zeichnungsheft hervor und begann die wunderschöne Gegend zu zeichnen. Ich zeichnete verschiedene Ansichten der Insel und legte sie dann zu meinen anderen Zeichnungen.

Logbuch Tag 20Bearbeiten

Gestern, als ich gerade den grossen Berg dieser Insel zeichnete, hörte ich plötzlich Flügelschläge. Ich versteckte mich sofort und sah dann, wie zwei Drachen, ein Knochenräuber und ein Donnertrommler, über mich hinwegflogen. Ich fand es seltsam, dass zwei Drachen von unterschiedlichen Arten so nebeneinander herflogen. Es sah aus, wie wenn sie die Insel abflogen. Noch mehr wunderte ich mich dann aber, also am späten Nachmittag nochmal zwei Drachen, dieses Mal ein Skrill und ein Riesenhafter Albtraum, über der Insel kreisten. Auch heute Morgen flogen wieder zwei vorbei. Es kommt mir vor, wie wenn sie die Insel kontrollieren. Ich würde gerne wissen, was es mit diesen "Kontrollflügen" auf sich hat, doch ich muss vorsichtig sein, nicht dass sie mich entdecken!

Logbuch Tag 21Bearbeiten

Als ich heute im Wald war, um Holz für ein Feuer zu suchen, sah ich plötzlich eine Gestalt zwischen den Bäumen hindurch huschen. Ich wollte ihr folgen, um heraus zu finden, wer die Person war und wo sie lebte, doch kaum hatte ich mich in Bewegung gesetzt, konnte ich sie auch schon nicht mehr sehen. Ich hatte das Gefühl, dass sie immer noch irgendwo um mich herum war, doch konnte ich nichts dergleichen erkennen. Ich suchte noch eine Weile die Gegend ab, doch ich fand nichts. So ging ich zu meinem Lager zurück, doch ich werde Morgen wieder in den Wald zurückkehren und nach dieser Person suchen.

Logbuch Tag 23Bearbeiten

Gestern und vorgestern bin ich im Wald gewesen und habe nach dieser Person gesucht, doch ich hatte keinen Erfolg. Ich bin lange im Wald herumgestreift, so leise wie möglich, doch niemand war da. Auch heute bin ich wieder im Wald gewesen. Ich will diese Person finden! Ich fühlte mich schon lange beobachtet, doch ich entdeckte niemand. Ich glaubte meine Sinne spielten mir einen Streich und so beschloss ich, dass ich zurück ins Lager gehen und mich ausruhen sollte. Doch plötzlich sah ich eine Bewegung aus den Augenwinkel. Ich drehte mich sofort um und da sah ich sie. Es war eine junge Frau etwa in meinem Alter oder ein bisschen jünger. Sie sas auf einem Stein in der Nähe und beobachtete mich. Wahrscheinlich hatte sie mich schon vorher beobachtet und ich habe sie einfach nie entdeckt. Als ich sie ansah, sprang sie sofort auf. "Warte! Ich tu dir nichts!", rief ich ihr zu, doch sie begann rückwärts, alle meine Bewegungen beobachtend, weg zu laufen. Ich machte einen Schritt auf sie zu. Es kam ein Geräusch, das mich an ein Knurren erinnerte, aus ihrem Mund, dass mich anhalten liess. Doch nicht lange, ich begann wieder auf sie zu zulaufen. Sie schaute mich böse an und pfiff laut. Kurz darauf schoss ein Nachtschatten durch das Blätterdach und stellte sich bedrohlich vor die Frau. Ich nahm einige Schritte Abstand vom Drachen. Währenddessen war die Frau auf den Rücken des Drachens gestiegen und schon flog dieser davon. Immer noch erstaunt über das Erlebte ging ich zum Lager zurück. Nun war ich noch vielmehr interessiert, um wen es sich bei dieser Frau und ihrem Drachen handelte.

Logbuch Tag 24Bearbeiten

Ich hatte heute vorgehabt wieder nach der Frau und ihrem Drachen zu suchen, doch als ich auf den Wald zu lief, stürzten sich plötzlich zwei Drachen auf mich. Ich versuchte noch wegzurennen, aber es war schon zu spät. Einer der Drachen packte mich und sie flogen mit mir in den Klauen wieder los. Ich hatte furchtbare Angst! Wohin brachten sie mich? Was wollten sie von mir? Sie trugen mich über den Wald und schienen genau zu wissen, wo hin sie wollen. Nach einer Weile landeten sie auf einer grossen Lichtung, gefüllt mit den verschiedensten Drachen. Ich hatte höllische Angst, doch dann sah ich sie. Die Frau aus dem Wald! Sie stand mitten unter den Drachen und schien sogar so etwas wie ein Mitglied dieses Rudels zu sein. "Wer bist du?", fragte sie. "Ich bin Andre und komme von weit her", antwortete ich. "Warum bist du hier?", fragte sie weiter. Sie schien es nicht so toll zu finden, dass ich auf dieser Insel war. Ich erzählte ihr, von meiner Reise, dem Sturm und wie ich dann auf dieser Insel strandete. Sie fragte mich noch, ob ich alleine sei und warum ich nicht wieder gegangen sei. Die Drachen brüllten bei dieser Frage sehr laut. Sie schienen mich nicht auf ihrer Insel zu wollen und da sagte sie, ich müsse keine Angst haben, denn die Drachen würden mir nichts tun, solange sie es ihnen nicht erlaubte. Dies erstaunte mich sehr. Sie schien nicht nur zum Rudel zu gehören, sondern sie schien auch die Anführerin zu sein. Sie sagte mir, dass ich ihr meine Heimatinsel genau beschreiben soll. Dies tat ich dann au und zu meinem Erstaunen erklärte sie dies dann den Drachen. Sie konnte sich mit ihnen verständigen. Sie benutzte ähnliche Laute, wie die Drachen von sich geben und die Körpersprache. Dann wendete sie sich wieder an mich und sagte: "Keiner der Drachen kann sich an eine solche Insel erinnern, deshalb werden wir nun eine Lösung suchen, wie du wieder zurückgehen kannst. Während dessen wirst du dich frei auf der Insel bewegen dürfen, aber es wird immer ein Drache bei dir sein und dafür sorgen, dass du nichts machst oder siehst, was du nicht solltest." Nach diesen Worten blickte sie einen Gronckel an, nickte ihm zu und drehte sich ab. Der Drache trottete auf mich zu und schien mein erster Bewacher zu sein. Bevor die Frau, welche schon auf dem Nachtschatten, welchen ich auch am vorherigen Tag gesehen hatte, sass, abflog fragte ich: "Wie ist eigentlich dein Name?" Sie drehte sich wieder zu mir um, schien kurz zu überlegen, ob sie es mir sagen soll, antwortete dann aber: "Ich bin Saly" Dann flog sie ohne ein weiteres Wort davon und auch alle anderen Drachen ausser der Gronckel machten sich aus dem Staub.

Logbuch Tag 26Bearbeiten

Heute habe ich wieder die Insel erforscht. Ich mache das schon seit Saly und ihre Drachen entschieden hatten, dass sie eine Lösung suchen und ich in der Zeit auf der Insel tun kann was ich will, mit ein paar Ausnahmen. Ich hatte zwar immer einen Drachen bei mir, welcher mich beobachtete, jedoch verhielten sie sich ruhig und störten mich nicht. Sie liessen mich fast überall hingehen, ausser manchmal sprangen sie plötzlich vor mich knurrten bedrohlich und drängten mich fort von dort wo ich gerade war. Nach einer Weile beruhigten sie sich dann aber wieder und liessen mich wieder in Ruhe. Die Insel war wirklich schön, denn es hatte einen hohen Berg, einen gemütlichen See und schöne Wiesen und Wälder.

Logbuch Tag 27Bearbeiten

Ich bin nun schon zehn Tage auf dieser Insel. Langsam verliere ich die Hoffnung, dass ich je wieder von dieser Insel komme und meinen Stamm wieder treffe. Ich würde gerne Saly fragen, ob sie eine Lösung gefunden hat, aber ich weiss nicht, wo sie sein könnte und ich denke auch, dass es nicht viel bringt, einfach nach ihr zu rufen. Ich wanderte also wieder durch den Wald, hinter mir einen Nadder, welcher mir auf Schritt und Tritt folgt. Plötzlich höre ich Flügelschlagen über mir und ein Skrill landet neben dem Nadder. Er brüllt ihm kurz etwas zu und steigt dann wieder in die Luft. Der Nadder macht es ihm nach und als ich mich gerade wunderte, warum sie mich einfach alleine lassen, nahm mich der Drachen in die Klauen und flog mit mir davon. Nach einer Weile landeten wir wieder auf derselben Lichtung, wie das letzte Mal. Die meisten Drachen und Saly waren wieder da. Es stand aber auch ein neuer Drache da. Ein riesiger Taifumerang stand gleich neben Saly und liess sie dadurch winzig wirken. Der Drache wurde mir als Sturmfeuer vorgestellt. Ich musste ihr noch einmal meine Heimatinsel beschreiben und dann kam die erlösende Nachricht: Der Taifumerang wusste wo die Insel ist und konnte uns hinführen. Doch es gab da ein Problem, denn mein Boot war zerstört, dass konnte man nicht mehr benutzen. Saly wischte diese Sorge aber gleich wieder vom Tisch, denn sie sagte: "Für was können Drachen fliegen. Sie können uns tragen." Ich staunte nicht schlecht, als ich das hörte. Ich gab aber zu bedenken, dass ich nicht fliegen konnte, da ich es noch nie gemacht hatte. Da antwortete Saly amüsiert: "Du muss ja gar nichts machen, ausser auf dem Drachen sitzen und dich festhalten. Der Rest macht der Drache dann schon selbst." So war es also beschlossene Sache. Ich würde auf einem Drachen fliegen!

Logbuch Tag 28Bearbeiten

Heute Morgen landeten schon früh Saly auf ihrem Nachtschatten, Stumfeuer und ein Nadder vor meinem Lager. Auf dem Rücken des Nadders war ein Sattel und Taschen befestigt. Saly sagte mir, dass sich der Nadder, Spike, bereit erklärt hatte mich zu tragen. Sie verband mir die Augen, denn die Drachen und sie wollten, dass ich nicht mehr zurück zu dieser Insel finden kann. Ich fand das sehr schade, aber ich widersprach nicht. Ich versuchte auf den Rücken von Spike zu steigen, doch es war sehr schwer und die Augenbinde erleichterte es auch nicht. Als ich endlich oben sass, gab es einen Ruck und wir hoben ab. Ich klammerte mich an den Sattel, um nicht herunter zu fallen. Nach einer Weile entspannte ich mich aber und ich konnte die feinen auf und ab Bewegungen geniessen. Nach längerer Zeit flog Saly nah zu mir und nahm mir die Augenbinde ab. Ich konnte mit dem Staunen nicht aufhören. Wir flogen über dem ruhigen Meer und von weitem sah ich kleine Inseln. Der Wind liess meinen Mantel flattern und zerzauste meine Haare. Wir kamen unheimlich schnell voran. Eine Strecke, für welche ich mit dem Schiff mehrere Stunden gebraucht hätte überflogen wir in kürzester Zeit. Ich genoss es sehr und es begann mir immer mehr zu gefallen. Ich dachte mir, wie schön es doch ist, auf einem Drachen zu fliegen und dass ich am liebsten einen Eigenen hätte. Doch das hatte ich anscheinend auch laut gesagt, denn Saly liess die Drachen auf eine nahe Insel zu fliegen. Ich fragte sie, warum wir landeten und sie antwortete: "Du willst doch einen eigenen Drachen, oder nicht? Hier auf der Insel hat es sicher welche! Und die Drachen haben so wie so eine Pause verdient!" So landeten wir also, stiegen von den Drachen und liefen in das Innere der Insel. Nach einer Weile sahen wir eine Lichtung vor uns, auf welcher sich viele verschiedene Drachen befanden. "Warte hier im Wald, bis ich dich rufe. Ich werde zuerst mit den Drachen sprechen. Und du musst eins wissen, ich werde die Drache nur fragen, ob es einer von ihnen zulässt geritten zu werden und wenn nicht, werden wir sie wieder in Ruhe lassen." Ich tat, wie mir geheissen, blieb hinter einem Baum stehen und beobachtete, wie Saly auf die Lichtung trat. Sofort trat ein gefährlich wirkender Riesenhafter Albtraum vor sie und brüllte ihr ins Gesicht. Saly liess ein Grollen aus ihrer Kehle steigen, was den Drachen ein wenig zu besänftigen schien. Sie kommunizierten miteinander, aber es wirkte, wie wenn der Drache Saly nicht mögen würde. Der Alptraum knurrte plötzlich, was mir eine Gänsehaut verpasste und ausgerechnet dann rief mich Saly. Ich lief langsam auf die Lichtung und blieb dann ein wenig hinter Saly stehen. Der Drache musterte mich misstrauisch und konzentrierte sich dann wieder auf Saly. Nach einer Weile kam ein Nadder zu uns und begann auch mit den Anderen zu kommunizieren. Der Alptraum schien etwas nicht toll zu finden und trottete davon. Der Nadder und Saly redeten weiter und dann ging alles Schlag auf Schlag. Der Alptraum brüllte am anderen Ende der Lichtung, der Nadder liess ein Grollen aus seiner Kehle steigen und dann drehte sich Saly zu mir um und sagte: "Dieser Nadder heisst Mina. Sie ist bereit dich auf ihrem Rücken reiten zu lassen. Also gehen wir" Ich staunte nicht schlecht. Mina lief neben mir, als wir zurück zu den anderen Drachen gingen und ich streichelte ihren Kopf. Bei den anderen Drachen angekommen, nahm Saly Spike den Sattel an, legte ihn auf Minas Rücken und forderte mich auf, auf ihr zu reiten. Ich war ein bisschen nervös, da dies mein eigener Drache war. Wir flogen einmal um die Insel und es war wundervoll. Dann flogen wir weiter in Richtung meiner Insel. Nur Spike kam nicht mit. Er flog wieder zurück zur Insel von Saly und ihren Drachen.

Logbuch Tag 33Bearbeiten

Wir sind noch fünf weitere Tage geflogen und dann war es so weit! Von weitem sah ich meine Insel auf mich zu kommen. Die Anderen bremsten ab und Saly fragte mich: "Ist das deine Heimatinsel?" Ich antwortete ganz glücklich: "Ja! Endlich bin ich wieder zuhause!" Ich liess Mina, mit welcher ich mich während der Reise angefreundet hatte und mit der ich mich gut verstand, wieder beschleunigen. Schon bald merkte ich aber, dass die Anderen mir nicht folgten. Ich drehte mich um und fragte: "Was ist los?" Sie antwortete: "Du hast das falsch verstanden! Ich habe dir geholfen nach Hause zurück zu finden, aber jetzt werde ich mit Night und Sturmfeuer wieder zum Rudel zurückkehren." Ich war verwirrt und sagte: "Ich dachte, dass du ab jetzt auch hier im Dorf lebst, unter anderen Menschen." Sie jedoch meinte: "Nein, das ist nicht das Richtige für mich. Ich gehöre zu Rudel und ich werde sie nicht im Stich lassen." Ich fragte sie, ob sie nicht wenigstens über die Nacht bleiben würde, doch auch lehnte sie ab. Dies machte mich traurig. "Na, dann. Hoffentlich sehen wir uns irgendwann wieder!", flüsterte ich, damit sie nicht merkte, dass meine Stimme belegt war. "Nein. Es tut mir leid, aber das geht nicht. Ich darf das Rudel nicht in Gefahr bringen! Verzeih mir! Wir werden uns nie mehr sehen." Mit diesen Worten drehte sich Saly um und flog mit Night und Sturmfeuer davon. Ich schaute ihr so lange nach, bis sie am Horizont verschwand. Dann flog Mina langsam auf meine Insel zu und landete dann etwas nervös auf dem Dorfplatz. Sobald wir entdeckt wurden, strömten Menschen von meinem Stamm auf den Platz und begrüssten mich stürmisch. Sie alle hatten geglaubt, dass ich tot sei und waren deshalb überglücklich. Sie fragten mich aus, wie ich es geschafft hatte, einen Drachen zu zähmen und wieder nach Hause zu finden. Ich erfand irgendeine Geschichte, dass Mina mich gerettet hätte und ich dann mit viel Glück die Insel wiedergefunden hatte. Ich wusste nicht genau, warum ich nichts von Saly und ihrem Rudel erzählte, doch ich hielt es für das Richtige. Mina wurde durch die Menschen recht unruhig und nervös, doch ich konnte sie recht schnell beruhigen. Ein Bauer, welcher viele Pferde und eine grossen Stall hatte, bot an auch Mina dort unter zu bringen, damit sie ein Lager für die Nacht hat. Ich willigte ein und brachte meinen Drachen auch gleich dort hin. Damit sie sich aber trotzdem frei bewegen kann, liess ich die Tür von ihrem Teil des Stalles entfernen. Danach gab es ein grosses Wiedersehensfest, doch irgendwie konnte ich mich nicht richtig freuen. Am späten Abend, als ich zu meiner Hütte lief, blieb ich stehen, blickte zum Horizont und fragte mich, wie es wohl Saly und ihrem Rudel ging.

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