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Adeus ist Thorins zweiter Drache und ein Wollgheul. Im Winter vor Nickas Titanverwandlung wurde diese sehr krank und konnte nur mit einer besonderen Art der Drachenminze, die auf einer weit entfernten Insel wächst, geheilt werden. Doch da alle Erwachsenen gerade gegen einen Barbaren-Stamm kämpften und niemand einen Drachen besaß, der so eine Strecke hätte bewältigen können, ging Thorin traurig in den Wald, um allein zu sein. Dort traf er auf Adeus. Diesen zähmte er zwar erst nur, um Nicka zu retten, jedoch freundete er sich später mit dem Wollgeheul an. Darum war es auch ein großer Verlust für ihn, als Adeus in der großen Schlacht von Mingard starb.

GeschichteBearbeiten

Adeus' Mutter legte ihr Ei in der Arktis, doch auf der Suche nach Futter wurde sie von einem anderen Wollgeheul getötet. Sein Vater fand ihre Leiche und zog sich - von aller Lebensfreude beraubt - in eine Eishöhle zurück. Kurz bevor Adeus schlüpfte, wurde sein Ei von Drachenhändlern gefunden. Diese wollten ihn erst als Ei verkaufen, doch er schlüpfte zu früh und würde auf Grund seiner darauf folgenden Schwächlichkeit "aussortiert" - das hieß, dass er im Meer ertränkt werden sollte. Doch ein Schockrachen, Steinblitz, fand ihn und zog ihn in der Schockrachen-Höhle auf. Allerdings war Adeus unter den anderen jungen Schockrachen immer ein Außenseiter.

Im Alter von zwei Jahren wurde ihm von einem jungen Schockrachen namens Flamme das Angebot gemacht, Adeus in seinen angesagten Freundeskreis mit aufzunehmen. Aber nur unter einer Bedingung: er musste erst eine "Mutprobe" bestehen. Diese bestand darin in das als gefährlich geltende Dorf der Menschen einzudringen und einem Wikinger seinen Schild zu stehlen. Dies gelang Adeus zwar, aber der junge Wikinger Thorben, den er bestohlen hatte, konnte ihn bis in eine kleine Höhle mit nur einem Ausgang verfolgen. Beide hatten Angst voreinander und taten nichts, doch dann tauchte Flamme auf und befahl Adeus, den Jungen zu töten. Er sagte ihm, dass die Menschen schlecht wären und die Drachen versklavten, doch Adeus konnte den unschuldigen Jungen vor ihm einfach nicht töten. Daraufhin tat Flamme dies selber und verschwand in Richtung Schockrachen-Höhle. Dort erzählte er allen, Adeus hätte Thorben umgebracht und so wurde das Wollgeheul von der Insel verbannt. Traurig darüber, dass sein Ziehsohn sie verraten hatte, gab Steinblitz Adeus noch einen letzten Ratschlag: er sollte in die Arktis fliegen, wo er mehr über seine Vergangenheit herausfinden sollte.

Adeus Mal

Adeus' Mal

Nach drei Monaten und vielen Umwegen erreichte Adeus das ewige Eis der Arktis. Vom langen Fliegen erschöpft, landete er schon bald an einem Hang, in den er eine Eishöhle schmolz. Dort legte er sich Schlafen. Am Morgen des nächsten Tages wurde er von einem ohrenbetäubenden Brüllen geweckt. Alarmiert sprang er auf und fand sich in einem Kampf mit einem älteren Wollgeheul-Männchen wieder. Der noch vom Schlaf geschwächte Adeus unterlag seinem Kontrahenten bald, und dieser wollte schon zum Todesstoß ansetzen, als er ein Mal auf Adeus' Hals bemerkte. Er offenbarte Adeus, dass er sein Vater war und dass seine Mutter ihm dieses Mal vererbt hatte. Dann erzählte er ihm vom Tod seiner Mutter und seinem Rückzug in die Eishöhle.

In den nächsten fünf Jahren wurde Adeus von seinem Vater im Kampf, auf der Jagd und Aufspüren ausgebildet - besser als es die Schockrachen auf Grund ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten je hätten tun können. Doch eines Tages wurden sie auf der Jagd von einem Schneegeist überfallen. Adeus' Vater wurde von diesem getötet, doch Adeus konnte seinen Tod rächen und auch der Schneegeist fiel tot in den Schnee. Die letzten Worte seines Vaters waren waren, dass Adeus alles auf Mingard wieder in Ordnung bringen sollte und er sich keine Sorgen um ihn machen müsse, denn er war nun wieder mit Adeus' Mutter vereint.

Flamme

Flamme

Wie ihm geheißen, kehrte Adeus nach Mingard zurück. Dort forderte er den inzwischen ebenfalls erwachsenen Flamme heraus. Nach einem langen Kampf besiegte Adeus seinen Rivalen und hätte ihn töten können. Doch mit den verächtlichen Worten, dass er, dieser Lügner, es nicht wert sei, von ihm getötet zu werden, ging er weg. Da nun wenigstens seine innere Ehre wieder hergestellt war, wollte er Mingard schon wieder verlassen, doch Steinblitz sagte ihm, dass die Schockrachen ihm nun vertrauten und begriffen hatten, dass Flamme der wahre Mörder war. So blieb Adeus auf Mingard und ihm wurde sogar eine hohe Position im Schockrachen-Rudel angeboten, doch er lehnte ab.

In den Wochen darauf besuchte Adeus häufig das Grab des getöteten Jungen, Thorben. Auf einem dieser Besuche sah er im Wald Thorin, weinend auf dem Boden kauernd. Betroffen näherte er sich ihm, und der Junge entdeckte nun auch ihn. Thorin sah das Wollgeheul als seine einzige Chance, die schwer erkrankte Nicka zu heilen. Dafür benötigte er eine seltene Art der Drachenminze, die nur auf einer weit entfernten Insel wuchs. Da alle Drachen, die groß genug waren, um diese enorme Strecke zu fliegen, gerade im Einsatz gegen einen Barbarenstamm waren, musste Thorin Adeus zähmen. Nach einer Woche gelang ihm das und sie flogen los. Die vielen Gefahren, die sie auf dem Weg meistern mussten, machten sie zu guten Freunden. Und am Ende konnten sie auch die Drachenminze pflücken und Nicka heilen.

Drei Jahre später, Thorin und Adeus hatten schon viele Abenteuer zusammen bestanden, fand die große Schlacht von Mingard statt. Natürlich kämpfte auch Adeus in der Schlacht mit - ohne Thorin, der auf Orion ritt. Nachdem der Großteil der feindlichen Armee durch die vier legendären Nachtschatten zurückgedrängt worden war, fand das letzte Duell zwischen Adeus und Nox, der von Thytar geritten wurde, statt. Obwohl Adeus seinen Gegner nach einem langen Kampf besiegt hatte, griff sich dieser während dem Abstürzen mit den Zähnen noch ein Teil von Adeus' Lederrüstung und zog ihn mit sich ins Meer - und damit in den Tod. Zum Teil war Adeus traurig, dass er Thorin und die anderen Wikinger nun verlassen musste, doch zum anderen Teil war er froh, weil er endlich wieder mit seinen Eltern vereint war.

TriviaBearbeiten

  • Thorin ließ zum Gedenken an Adeus' Tod ein Denkmal auf Mingards zentralem Platz in Form seines Mals errichten
  • "adeus" heißt auf Portugisich Abschied oder Verabschiedung - das wusste ich nicht, finde es aber sehr passend (Lord_Aralor)
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